Offener Brief – So kann es nicht bleiben!

Am 10.05.2023 haben als spontane Reaktion auf die Zustände 57 Anwohner der nördlichen Sodener Straße einen offenen Brief an Dr. Manja Schreiner
Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Christian Gaebler
Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen und Bezirksbürgermeisterin Kirstin Bauch geschrieben. In diesem Brief wurden dringende Maßnahmen gefordert zur Beruhigung einer Verkehrssituation, die weit gehend ungeregelt den Verkehr der ehemaligen A104 in reine Anwohnerstraßen fließen lässt.

Bis heute ohne Antwort.

9 Gedanken zu „Offener Brief – So kann es nicht bleiben!“

  1. Auf den „Offenen Brief“ ist inzwischen mit Schreiben vom 6. Juni eine Antwort der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt eingetroffen. Darin beschreibt die Staatssekretärin Frau Dr. Stutz ausführlich die zwischenzeitlich eingeleiteten Maßnahmen und neuen Verkehrsregelungen im Umfeld des Tunnels und sagt zu, zusammen mit ihren zuständigen Kolleginnen und Kollegen die weitere Entwicklung im Zuge der angepassten Verkehrsführung aufmerksam beobachten zu wollen. Soweit erforderlich, sollen weitere Anpassungen erfolgen.

  2. Hallo,
    mit Interesse habe ich Ihre Berichte zum Tunnel Schlangenbaderstr. und Verkehrsführung gelesen.
    Die neuen Verkehrsregelungen führen im Bereich der Zoppoter Str. (in der ich wohne) zu erheblichen
    Beeinträchtigungen in den Morgen- und Abendstunden.
    Die 30-er Zone ist mit dem normalen Anwohner- und Lieferverkehr und den Elterntaxis zur Schule an der Lentzeallee schon sehr strapaziert.
    Nachdem die neue Verkehrsführung eingerichtet wurde versuchen nun viele Autofahrer über die Zoppoter Str. runter zur Breite/Mecklemburgischen Str. zu gelangen.
    Die Geschwindigkeitsbeschränkung wird oftmals nicht eingehalten und es entstehen in beide Fahrtrichtungen häufig Schlangen weil die Str. nicht breit genug ist um sie paralell zu befahren. Auch die Verkehrsführung rechts vor links wird oft nicht beachtet.
    Dem Unmut wird mit lauter Huperei und Verkehrsstau geantwortet.
    Vielleicht können Sie diesen Sachverhalt mit in Ihre Gespräche/Briefe/ Hinweise einfließen lassen.
    Vielen Dank
    Ihre
    Gerlinde Tiedke

    1. Hallo,
      die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
      Abt. VI – Verkehrsmanagement
      hat zugesagt, die Wirkung der aktuell angeordneten Maßnahmen zu beobachten und bei Bedarf weiter anzupassen. Es macht deshalb Sinn, wenn betroffene Anwohner die Senatsverwaltung auch direkt weiterhin über die Entwicklung und die andauernden Beeinträchtigungen unterrichten.

      1. Der Hinweis ist ja richtig und es ist schon hilfreich, wenn die Behörden genervt werden. Sinn der Bürgerinitiative ist es aber auch, sichtbar zu machen, dass nicht nur einige einzelene Anwohner Briefe schreiben. Außerdem haben wir uns zusammengeschlossen, um vorzubeugen, dass Einzelpersonen irgendwelche Partikularinteressen durchsetzen, ohne an die übrigen Nachbarn im gesamten Kiez oder darüber hinaus zu denken. Das sieht man doch gerade krass in der Zoppoter Straße, die unter den lokal sehr begrenzten Maßnahmen in der Schlangenbader und Sodener Straße leiden.
        https://www.schlangenbadertunnel.de/verkehrschaos-zoppoter-sylter-strasse/

        1. Wenn eine Behörde ausdrücklich zusagt, die Wirkung von Maßnahmen zu beobachten und bei Bedarf weiter anzupassen, sollten wir unbedingt die Behörde beim Wort nehmen und weitere Anpassungen einfordern. In dem von vielen Anwohnern unterschriebenen Anfang Mai versendeten „Offenen Brief“ an die Senatsverwaltung hatten wir geschrieben:
          „Wir wehren uns jedoch gegen unzumutbare Mehrbelastungen für die Anwohner im angrenzenden Straßennetz und sehen uns durch Überlegungen bedroht, diese Mehrbelastung zu manifestieren durch eine komplette Tunnelsperrung auf Dauer.“
          Hier geht es also keineswegs um Partikularinteressen. Anwohner dürfen sich gegen unzumutbare Belastungen wehren, jederzeit und auch mit Briefen.

          1. Dass Anwohner sich auch einzeln gegen unzumutbare Belastungen wehren können und sollen, ist nicht in Abrede gestellt worden. Da das Problem aber so komplex ist, ist es dringend nötig, im Auge zu behalten, was bestimmte Maßnahmen für Auswirkungen auf andere Straßenzüge haben. Das gehört zu den Kernaufgaben einer Bürgerinitiative.

  3. Mann sollte den
    Schlangenbater Tunnel wieder öffnen. Jade Hauptstadt hat eine Stadt Autobahn. Um den Verkehr in der Stadt zu entlasten.

    1. Sie sollten sich in die Thematik zunächst einlesen, warum der Tunnel gesperrt wurde. Im Übrigen hat Berlin trotz Tunnelsperrung weiterhin eine Stadtautobahn. Davon abgesehen ist die Straße durch den Tunnel bereits seit 17 Jahren als Autobahn entwidmet worden.

      1. Sie sollten sich erst einmal informieren, bevor Sie anderen Vorwürfen machen. Es könnte konkret in der Angelegenheit möglich sein, dass das Informationsdefizit auf Ihrer Seite liegt.

        Meinen Sie den Vorwand, unter dem der Tunnel gesperrt wurde, oder meinen Sie die tatsächliche Motive?

        Die „Entwidmung“ der A104 als Autobahn hatte reine politisch-finanzielle Gründe und lag nicht an irgendeiner Verkehrskonzeption. Ob dieser Straßenabschnitt nun Autobahn heißt – oder „nur noch“ Straße mit übergeordneter Bedeutung der Kategorie II, ist für die Relevanz und die Nutzung völlig irrelevant. Das, was von Interesse ist in dem Zusammenhang: Dieser Abschnitt hat bei der letzten Zählung 2019 knapp 50.000 Fahrzeuge täglich aufgenommen, darunter auch nennenswert Schwerverkehr und Einsatzfahrzeuge.

        https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e9/Berlin_Straßenverkehr_Kategorie_I.png

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